Das Lexiphilos Regelbuch

Kennst du NCIS, die amerikanische Krimiserie? Kennst du Special Agent Leroy Jethro Gibbs und seine Regeln?

Wenn ja, weißt du ja, was es damit auf sich hat.

Falls jedoch deine Antwort Nein ist: Dieser besagte Special Agent Gibbs hat im Laufe seines Lebens eine ganze Reihe von Regeln aufgestellt, nach denen er lebt. Viele haben mit seiner Arbeit zu tun, viele aber auch mit dem Leben an sich. Und eigentlich alle beruhen auf seinen Erfahrungen. So wird es jedenfalls in der Serie dargestellt, und wenn du mal bei Google „Gibbs Regeln“ eingibst, findest du auch eine ganze Reihe Seiten, auf denen seine Regeln nachzulesen sind.

Regeln sind doch was für Kontroll-Freaks, oder?

Stimmt, auf diese Idee könnte man kommen, wenn man nur oberflächlich schaut.
Bei näherer Betrachtung (des eigenen Lebens) sieht die Sache schon anders aus. So war das bei mir jedenfalls.

Zuerst dachte ich nämlich auch, ich hätte keine Regeln, nach denen ich lebe. Jedenfalls nicht so konkret, wie Gibbs es in der Serie tut.
Irgendwann in 2014 hab ich mich jedoch mal hingesetzt und über all das nachgedacht, was für mich im Leben wichtig ist, was ich auf keinen Fall tue, oder aber sehr bewusst. Wonach ich mich richte, das aus meinen eigenen Erfahrungen entsprungen ist, oder was mir hilft, wenn ich mal stecken bleibe. Und was meine Überzeugungen sind. Und dann hab das Ganze mal aufgeschrieben.

Irgendwie hat jeder so seine Regel, stimmt’s?

Das ist mir dann auch so vorgekommen, als ich mir die diversen Blätter ansah, die ich mit dem beschrieben hatte, wonach ich mit in meinem Leben richte. Und es waren doch weit mehr Dinge, als ich gedacht habe!
Was ich darüber hinaus feststellen konnte war, dass all diese sogenannten Regeln stressfrei waren, besonders die, die aus mir selbst entsprungen sind.
Anders ausgedrückt: Im Laufe meines Lebens haben sich aus meinen Erfahrungen etliche Regeln gebildet, die ich fast schon automatisch befolge. Und ebenso solche, die sich aus meinen Überzeugungen gebildet haben. Und genau genommen ist das richtig geil! Einfach deshalb, weil ich dadurch, für jeden einzelnen Fall meines Lebens, immer einen Leitfaden an der Hand habe, der mich führen kann, wenn ich das will. Super, oder?

Langer Rede kurzer Sinn:

Auf dieser Seite habe ich all das, was mir wichtig ist, all jenes, dessen ich überzeugt bin, und insgesamt alles aufgeschrieben, was für mich in meinem alltäglichen Leben hilfreich und gut ist. Und hier ist es also:

Das Lexiphilos Regelbuch

  1. Alles im Leben hat seinen Sinn
  2. Alles im Leben hat seine Zeit.
  3. Vertraue deiner Intuition. Eine größere Weisheit gibt es nicht.
  4. Es ist so wie es ist. Hätte es anders sein sollen, wäre es anders.
  5. Es gibt keine verpassten Chancen oder vergeudete Zeit. Das ergibt sich aus den Regeln Nr.1, 2, 3 und 4!
  6. Du hast ein Recht darauf, die gut zu fühlen.
  7. Du hast ein Recht darauf, die schlecht zu fühlen.
  8. Lass all deine Gefühle zu und spüre in sie hinein, auch wenn es weh tut. Das ist wahre Befreiung.
  9. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Ich brauche beides zum Leben.
  10. Erkenne, wann es reicht, und hör auf damit.
  11. Und wenn du denkst, du kannst das nicht, dann mach es erst recht!
  12. Wenn du mal nicht weiter weißt, scheiß drauf!
  13. Ich weiß es heute nicht besser, ich weiß es heute anders.
  14. Manchmal ist Alkohol Mittel zum Zweck.
  15. Widerstand ist zwecklos.
  16. Widerstand gegen den Widerstand ist sinnlos.
  17. Unterschätze niemals deinen inneren Widerstand, er ist hinterhältig, fiese und gemein!
  18. Wo Widerstand ist, da ist auch ein Weg (hinaus).
  19. Widerstand wird überbewertet!
  20. Nicht alles, was sinnvoll ist, macht Sinn für dich.
  21. Was du nicht magst, das magst du nicht. Aber frage dich ruhig, warum. Es kann erstaunliches dabei heraus kommen.
  22. Deine Schwäche ist deine Stärke
  23. Hör auf dein Herz, es spricht deine Wahrheit.
  24. Wer dir vorschreibt, wie du zu sein hast, weiß selbst nicht, wer er ist.
  25. Ich bin nicht auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen.
  26. So wie du bist, bist du genau richtig!
  27. Normal ist das, was für dich richtig ist.
  28. Ich hab so viel aus meinen Fehlern gelernt, da mach ich doch glatt noch ein paar!
  29. Die Regeln der Anderen sind die Regeln der Anderen!
  30. Nicht nachdenken, einfach tun!
  31. Du bist du, und nicht die Anderen!
  32. Bullshit bleibt Bullshit, auch wenn er gut gemeint ist.
  33. Auch wenn dir ein gut gemeinter Ratschlag nicht passt, danke dem Ratgeber!
  34. Gewohnheiten sind nicht in Stein gemeißelt.
  35. Wenn du dich mit dir selber schwer tust, schau dir deine Regeln an.
  36. Nicht jede Regel passt immer. Manchmal ist es notwendig, sie zu brechen.
  37. Jeder Weg beginnt mir dem ersten Schritt.
  38. Auch ein kleiner Schritt ist ein erster Schritt.
  39. Mit dem ersten Schritt bringst du meist schon den Stein ins Rollen.
  40. Der Weg ist manchmal sehr wohl das Ziel, denn wer wandert, will auch was erleben.
  41. Manchmal ist das, was man bekommt, besser und sinnvoller als das, was man haben wollte.
  42. Es gibt immer eine Ausnahme von der Regel. Nur darf die nicht zur Gewohnheit werden.
  43. Eine Regel zu brechen, kann sehr befreiend sein. Sie einzuhalten ebenfalls.
  44. Ein Laptop mag keinen Kaffee, und eine Tastatur kein Bier.
  45. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, gilt auch für die eigenen Regeln.
  46. Hauruck und Ganz oder Garnicht können Sinn machen. Müssen aber nicht.
  47. Auch die Veränderung muss mitunter geübt werden.
  48. Versuche nur das zu ändern, was du wirklich ändern kannst.
  49. Ich muss nicht alles Wissen.
  50. Ich muss nicht alles verstehen.
  51. Ich muss nicht alles können.
  52. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.
  53. Zuviel Analyse verwirrt.
  54. Zuviel Nachdenken macht wahnsinnig.
  55. Reue kann auch bedeuten, nicht zu dir selbst zu stehen.
  56. Ohne Hektik kommst du genauso schnell voran wie mit. Wahrscheinlich sogar schneller.
  57. Sortiere aus, was dir nicht nützt!

Soweit bis jetzt. Weitere können, und werden sicherlich, folgen.

Für jede Lebenslage eine Regel, braucht das der Mensch?

Wie oben erwähnt, sind das meine eigenen, ganz persönlichen Regeln. Sie sind aus meinen eigenen Erfahrungen und Überzeugungen gewachsen. Ob ich sie wirklich brauche? Keine Ahnung. Aber sie sind oftmals mehr als nur elektronisch hinterlegte Zeichen und Zahlen, also durchaus nützlich.

Und vielleicht sind gerade jene, die aus meiner tiefen, inneren Übezeugung gewachsen sind (Nr. 1 bis 5 zum Beispiel) gar keine wirklichen Regeln, sondern vielmehr längst als Teil meiner Selbst zu bezeichenen.

Du für mich und ich für dich, oder wie?

Möglicherweise verstehst du nicht jede einzelne meiner Regeln. Aber mach dir darüber keine Gedanken.

Schließlich sind ja erst mal meine Regeln, richtig?

Wenn es dir so geht, forsch doch mal in dir selbst nach, was sie bedeuten könnten. Oder frag mich, was es mit dieser Regel auf sich hat. Die Kontaktmöglichkeiten findest du auf der Seite Kontakt.

Aber am allerbesten wäre es, wenn du selbst einmal nachschaust, was deine Regeln sind. Da ergibt sich sicherlich von Selbst manch Zusammenhang. Und wenn nicht, du weißt ja, wo du mich für Fragen findest.

 

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